Arbeit für alle: Eine Frage der richtigen Strategie

Klaus F. Zimmermann Direktor IZA

Klaus F. Zimmermann
Direktor IZA

Warum stoßen Umbrüche auf den Arbeitsmärkten auf besonders massive Vorbehalte und Ängste? Mit dieser Frage befasst sich IZA-Direktor Klaus F. Zimmermann in einem aktuellen Beitrag für das Fachmagazin „Verantwortung Zukunft“ des F.A.Z.-Instituts. Drei Kernthesen haben wir hier zusammengefasst:

  • Obwohl die Ergebnisse von Arbeitsmarktreformen, der Globalisierung oder wirtschaftlichen Innovationen nachweislich positiv sind, ist die Wahrnehmung vielfach eine andere. Der technische Fortschritt oder die Globalisierung nehmen uns keine Beschäftigung weg – im Gegenteil. Wir bekommen nicht weniger, aber vielfach andere Arbeit.
  • Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sind gut beraten, sich mit den Gründen dieser Diskrepanz von subjektiver Wahrnehmung und Realität intensiv auseinander zu setzen. Sonst festigt sich zunehmend die skeptische Einschätzung, bei derart komplexen Prozessen blieben die Interessen der arbeitenden Bevölkerung letztlich auf der Strecke. Werden rationale Debatten von ideologiebehafteten Klischees überlagert, beginnt auch die Politik mut- und orientierungslos zu werden, statt Führung und Verantwortung zu übernehmen. Die Wirtschaft könnte dem langfristig folgen.
  • Es ist gemeinsame Aufgabe von Wirtschaft, Politik und Wissenschaft, die Rahmenbedingungen so zu setzen, dass die Dynamik der Veränderungen einerseits und die Beschäftigungsentwicklung andererseits nicht auseinanderlaufen, sondern effektiv ineinander greifen. Dies erfordert einen ständigen Lernprozess, der gerade auch an die wirtschaftlichen Eliten hohe Anforderungen stellt.

Lesen Sie den vollständigen Gastbeitrag [PDF] oder laden Sie die aktuelle Ausgabe des Fachmagazins „Verantwortung Zukunft“ (60 Seiten) hier kostenlos herunter.

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