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IZA Newsroom

IZA – Institute of Labor Economics

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IZA Network Advisory Panel gegründet

January 19, 2024 by Mark Fallak

Ab sofort wird ein neu gegründetes IZA Network Advisory Panel die wissenschaftliche Leitung des IZA in allen Belangen seines renommierten Forschungsnetzwerks beraten:

  • Joseph Altonji, Yale University
  • Oriana Bandiera, London School of Economics
  • Annabelle Krause-Pilatus, IZA
  • Andrew Oswald, University of Warwick (Vorsitz)
  • Aderonke Osikominu, UniversitätHohenheim
  • Daphné Skandalis, University of Copenhagen

Das neue Gremium steht für wissenschaftliche Exzellenz und repräsentiert zugleich die vielfältigen Facetten und Perspektiven des globalen IZA-Netzwerks mit seinen über 2000 Mitgliedern.

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Wirtschaftsnobelpreis 2023 geht an Harvard-Ökonomin Claudia Goldin

October 9, 2023 by Mark Fallak

Das IZA gratuliert Claudia Goldin (Harvard University), deren fundamentale Forschungsarbeiten zur Rolle von Frauen auf den Arbeitsmärkten mit dem Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften 2023 gewürdigt werden. „Ihr wissenschaftliches Werk ist herausragend und hat viele Facetten des Arbeitsmarktes für Frauen in den letzten 200 Jahren ausgeleuchtet, immer mit dem Ziel vor Augen, Ansatzpunkte für mehr Gleichberechtigung der Geschlechter zu liefern. Der Nobelpreis ist hochverdient“, so IZA-Chef Simon Jäger.

In zahlreichen hochkarätig publizierten Beiträgen hat Claudia Goldin unter anderem Aspekte von Erwerbsbeteiligung, Arbeitszeitflexibilität, Lohnkluft, Diskriminierung und sozialen Normen sowie die Ursachen der nach wie vor bestehenden Ungleichheit zwischen Männern und Frauen im Erwerbsleben analysiert.

„Goldins Pionierarbeiten haben die Forschung auf diesem Gebiet entscheidend geprägt und vorangebracht. Sie zeigen aber auch sehr deutlich, dass noch viel zu tun bleibt, um Ungleichheiten weiter zu verringern. Denn Frauen sind auf vielen internationalen Arbeitsmärkten immer noch deutlich unterrepräsentiert. Der Nobelpreis für Claudia Goldin ist ein Fingerzeig auch in Richtung Politik“, sagte Jäger.

Claudia Goldin ist seit 2011 als Research Fellow Mitglied des weltweiten Forschungsnetzwerks des IZA. Im Jahr 2016 erhielt sie für ihre bahnbrechenden Forschungsleistungen bereits den IZA Prize in Labor Economics. In Kürze erscheint ihr vom IZA herausgegebenes Buch „An Evolving Force – A History of Women in the Economy”.

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Erfolgreiche IZA-Jubiläumsfeier in Berlin

July 7, 2023 by Mark Fallak

Anlässlich seines 25. Geburtstages richtete das IZA am 5. und 6. Juli eine zweitägige Jubiläumskonferenz in Berlin aus. Höhepunkt zum Abschluss war eine Podiumsdiskussion zum deutschen Arbeitsmarkt mit Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, Ökonomin Uta Schönberg, dem ehemaligen Obama-Berater Jason Furman sowie der „Wirtschaftsweisen“ Monika Schnitzer (siehe dazu auch den SPIEGEL-Artikel vom 8. Juli), moderiert von Economist-Journalist Christian Odendahl. Die Themen reichten von Verbesserungsvorschlägen zur Förderung der Frauenerwerbstätigkeit über Aspekte der Arbeitskräftemobilität bis hin zur Veränderung der Jobsuche im Rahmen der Digitalisierung.

Hier die gesamte Diskussionsrunde im Video:

Den wissenschaftlichen Teil der Konferenz hatte zuvor IZA-Chef Simon Jäger eröffnet. Neben 15 Kurzpräsentationen und einer Poster Session gab es Impulsvorträge von Aysegül Sahin (University of Texas at Austin) zur Dualität des US-Arbeitsmarktes sowie von Patrick Kline (University of California, Berkeley), der eine innovative Bewertungsmethode für die Diskriminierungspraxis von Unternehmen vorstellte.

 
(von links nach rechts: Simon Jäger, Aysegül Sahin, Patrick Kline)

Neben dem vollständigen Programm der Veranstaltung finden Sie hier eine Fotogalerie mit allen Vortragenden und weiteren Eindrücken des gelungenen Events!

Den  Auftakt der Jubiläumswoche hatte die jährliche IZA Summer School in Labor Economics gebildet, die erstmalig ebenfalls in der Nähe von Berlin stattfand. Rund 25 internationale Nachwuchsforschende konnten sich hier im Rahmen von Vorlesungen, Präsentationen und Diskussionen mit etablierten Arbeitsmarktökonominnen und -ökonomen austauschen:

Insgesamt lieferte die hochkarätige Veranstaltung einen Ausblick auf die exzellente Arbeitsmarktforschung und evidenzbasierte Politikberatung, die auch in den nächsten 25 Jahren vom IZA zu erwarten sein wird.

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Einwanderung klug, einfach und fair gestalten

April 28, 2023 by Mark Fallak

Der deutsche Arbeitsmarkt steuert aufgrund der demografischen Entwicklung und dem damit einhergehenden schrumpfenden inländischen Erwerbspersonenpotenzial auf größere Fachkräfte- und Arbeitskräfteengpässe zu. Eine höhere Erwerbsmigration, insbesondere aus Nicht-EU-Staaten wird für die Stabilisierung des Erwerbspersonenpotenzials ein wichtiger Faktor sein. Doch die auf dem Papier recht großzügigen Einwanderungsangebote für Fachkräfte außerhalb Europas stoßen bislang nur auf geringe Resonanz.

In einem aktuellen Policy Brief schlagen Expertinnen und Experten des IZA aus Bonn, Berlin und dem internationalen Netzwerk daher eine deutliche Vereinfachung der Einwanderungsbedingungen für Drittstaatsangehörige nach Deutschland vor, die die Erteilung einer befristeten Arbeitserlaubnis für diese Zielgruppe an ein vorliegendes Ausbildungs- oder Arbeitsplatzangebot in einem tarifgebundenen Unternehmen koppelt. Diese Kopplung setzt wichtige Anreize für die Stärkung des Tarifsystems in Deutschland und des deutschen Modells der Sozialpartnerschaft – einem zentralen Pfeiler der Sozialen Marktwirtschaft.

Dadurch würden genau solche Unternehmen einen zusätzlichen Anreiz zum Eintritt in einen Arbeitgeberverband erhalten, für die ein Beitritt ohnehin nur mit geringen Kosten verbunden sein sollte: hoch produktive und innovative Betriebe, die expandieren, Personal suchen und höhere Löhne zahlen. Auch die sich durch den Beitritt dieser Unternehmen verändernde Dynamik der Arbeitgeberverbände kann positive Auswirkungen auf Innovation und Wachstum entfalten.

Durch die Verknüpfung einer vereinfachten Einwanderung an die Tarifbindung können Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer direkt von der Wachstumsdividende durch vermehrte Zuwanderung von Arbeits- und Fachkräften profitieren. Mindeststandards bei Lohn und Arbeitsbedingungen beugen auch der Gefahr einer Arbeitsmarktsegregation vor, also der Ausübung bestimmter Tätigkeiten nur bzw. überwiegend durch Einwanderinnen und Einwanderer bei niedrigen Löhnen und prekären Arbeitsbedingungen.

Der Vorschlag, mit dem das IZA-Team einen Beitrag zur Erwerbszuwanderung und zugleich zur fairen Teilhabe auf dem Arbeitsmarkt leisten möchte, ist in der Reihe IZA Standpunkte erschienen. Die Süddeutsche Zeitung berichtete vorab.

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IZA fördert innovative ökonomische Forschung zum Klimawandel

March 6, 2023 by Mark Fallak

Obwohl der Klimawandel die wohl größte Herausforderung der Menschheit in den kommenden Jahrzehnten darstellt, fristen Klima- und Umweltthemen in der internationalen ökonomischen Forschungslandschaft bislang noch eher ein Schattendasein. Um einen zusätzlichen Anreiz für innovative Forschung insbesondere zu den gesellschaftlichen und arbeitsmarktpolitischen Implikationen des Klimawandels zu setzen, verleiht das IZA in diesem Jahr zum zweiten Mal den mit 10.000 Euro dotierten Forschungspreis “Innovative Research in the Economics of Climate Change” (IRECC). Ausgezeichnet werden damit zwei Studien aus dem IZA-Netzwerk:

 „Understanding Climate Damages: Consumption versus Investment“ (IZA DP No. 14974) von Gregory Casey, Stephie Fried und Matthew Gibson legt nahe, dass die Wohlfahrtskosten des Klimawandels deutlich höher sein könnten als bislang geschätzt. Die Forschenden entwickeln ein innovatives Modell, das bei den Produktivitätseinbußen aufgrund des Klimawandels unterscheidet zwischen Unternehmen, die Konsum- bzw. Investitionsgüter (oder -dienstleistungen) produzieren. Wenn die Produktion von Investitionsgütern anfälliger für den Klimawandel ist, werden die Konsumeinschränkungen kurzfristig geringer, langfristig jedoch größer sein als in den gängigen Modellen mit aggregierten Schadensfunktionen. Mit Blick auf die negativen Folgen von Hitzestress errechnet die Studie, dass die Wohlfahrtskosten des Klimawandels – je nach Diskontierungsfaktor – um etwa 4 bis 24 Prozent höher sein dürften als bislang angenommen.

„Climate Change and Political Participation: Evidence from India“ (IZA DP 15764) von Amrit Amirapu, Irma Clots-Figueras und Juan Pablo Rud liefert am Beispiel Indiens neue Erkenntnisse zu den Auswirkungen des Klimawandels auf politische Mitbestimmung in Entwicklungsländern. Dazu nutzen die Forschenden detaillierte Wetterdaten sowie die regionalen Wahlergebnisse der Jahre 2009 bis 2017 für Indien. In Regionen mit einer Häufung von Perioden extremer Hitze steigt demnach die Wahlbeteiligung und die Zusammensetzung des Kandidatenpools verändert sich. Ausschlaggebend dafür sind Produktivitätseinbußen in der Landwirtschaft. So haben siegreiche Kandidaten häufiger einen landwirtschaftlichen Hintergrund und investieren mehr etwa in Bewässerung.

Nach Einschätzung der Jury, bestehend aus Andrew Oswald (University of Warwick und IZA) und Susana Ferreira (University of Georgia), repräsentieren beide Forschungsarbeiten die Spitze der modernen empirischen Wirtschaftsforschung.

Aus allen Klima-Studien, die in diesem Jahr als IZA Discussion Paper erscheinen, werden Anfang 2024 erneut die besten Arbeiten für den IRECC-Preis ausgewählt.

Filed Under: IZA News Tagged With: climate change, IRECC

Chancen und Risiken des digitalen Arbeitsmarktes

September 26, 2022 by Mark Fallak

Die zunehmende Nutzung digitaler Verfahren in der Personalrekrutierung liefert der Arbeitsmarktforschung eine immense Datenfülle und wirft zugleich eine Reihe neuer Fragen auf. Können Algorithmen die Arbeit von Personalverantwortlichen effizienter machen oder gar ersetzen? Wer profitiert in welchem Maße davon? Dieser Thematik widmete das IZA-Forschungsdatenzentrum IDSC in diesem Jahr bereits zum fünften Mal eine zweitägige Fachtagung zur Diskussion des neuesten Forschungserkenntnisse.

Screening von Bewerbungen

Getragen von der Digitalisierungswelle und dem Wunsch der Arbeitgeber nach schlankeren Einstellungsverfahren bieten immer mehr Dienstleister spezielle Algorithmen zur Unterstützung bei der Personalauswahl an. Wie Manish Raghavan in seinem Vortrag verdeutlichte, besteht die Herausforderung darin, solche Algorithmen mit den geeigneten Daten zu „füttern“, um einseitige Rekrutierungsmuster zu verhindern. Andernfalls bestehe die Gefahr, dass Bewerberdiskriminierung nicht verhindert, sondern womöglich sogar gefördert werde: Während persönliche Präferenzen und menschliche Fehler bei der Personalauswahl variieren, würde ein fehlerhaft programmierter Algorithmus bei allen Unternehmen, die ihn verwenden, das gleiche – möglicherweise diskriminierende – Ergebnis generieren.

Verzerrte Empfehlungslisten

Auf ein ähnliches Problem bei der Verwendung von Algorithmen in Suchmaschinen und Empfehlungsdiensten wies Thorsten Joachims im zweiten Impulsvortrag des Workshops hin. Wie bei Shopping-Portalen, Streaming-Diensten oder Dating-Apps beeinflussen Empfehlungslisten auch bei Online-Jobbörsen, wer welche Angebote erhält. Verzerrungen können hier ebenfalls durch Programmierfehler oder die Verwendung ungeeigneter Datensätze für das maschinelle Lernen entstehen.

Digitale Ärztevermittlung

Das effiziente Zusammenbringen von Angebot und Nachfrage hat auch im Gesundheitswesen großes Potenzial. Mit einer umfangreichen Analyse schwedischer Gesundheitsdaten konnte Amanda Dahlstrand-Rudin belegen, dass Patientinnen und Patienten von einer automatisierten Ärztevermittlung profitieren, weil Risikopatienten mit höherer Wahrscheinlichkeit geeigneten Spezialisten zugeteilt werden und sich unnötige Krankenhauseinweisungen um ein Fünftel reduzieren lassen. Zugleich ist das Verfahren gesellschaftlich fairer, da es die Behandlungsqualität weniger abhängig vom Einkommen macht.

Diversity als Selling Point

Soziale Vielfalt im Unternehmen ist ein Aspekt, auf den Beschäftigte zunehmend Wert legen, wie die von Jung Ho Choi präsentierte Feldstudie mit fast 180.000 Stellensuchenden zeigt. Die Forscher variierten in per Mail verschickten Jobausschreibungen die Informationen zum Unternehmen. Wurde der „Diversity-Score“ explizit genannt, erhielten die Anzeigen mehr Clicks, auch bei geringeren Gehaltsaussichten. Vor allem weibliche Bewerbende hatten eine erhöhte „Zahlungsbereitschaft“ für mehr Vielfalt im Unternehmen.

Weitere präsentierte Studien sind über die Workshop-Programmseite abrufbar.

Filed Under: IZA News, Research Tagged With: data, Internet, job platforms, matching

Hohe Auszeichnung für vier IZA-Fellows

September 21, 2022 by Mark Fallak

Nachdem im letzten Jahr drei IZA-Fellows den Wirtschaftsnobelpreis erhalten hatten, zählen in diesem Jahr mit Daron Acemoglu, Richard Easterlin, Richard Layard und Andrew Oswald gleich vier IZA-Netzwerkmitglieder zu den insgesamt acht Clarivate Citation Laureates im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften.

Die Auszeichnung basiert auf einer Auswertung von Publikations- und Zitationsdatenbanken, die Aufschluss über den wissenschaftlichen Einfluss von Forscherinnen und Forschern verschiedener Disziplinen geben. Viele der Clarivate-Preisträger wurden später für den Nobelpreis ausgewählt.

Während Easterlin, Layard und Oswald als Pioniere der ökonomischen Glücksforschung geehrt wurden, erhielt Acemoglu die Auszeichnung gemeinsam mit Simon Johnson und James Robinson für wegweisende Arbeiten auf dem Gebiet der Politischen Ökonomie (mehr Details in englischer Sprache).

Filed Under: IZA News Tagged With: citation record, happiness, political economy, prize, well-being

Neue Erkenntnisse zur Messung von Einkommen und Lebensstandard

August 16, 2022 by Mark Fallak

Der Lebensstandard einer Bevölkerung ist ein wichtiges Kriterium für erfolgreiche Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik. Er hängt nicht nur vom Einkommen ab, sondern auch von der Verfügbarkeit guter Jobs, den Kosten des Lebensunterhalts und der Qualität der sozialen Sicherungssysteme. Die Entwicklung des Lebensstandards wird gerade mit Blick auf die Folgen der Pandemie intensiv diskutiert und war auch Schwerpunktthema des fünften IZA-Workshops „Arbeitsmarktstatistik“, organisiert von den Programmleiterinnen Katharine Abraham and Susan Houseman.

Höhere Armutsquote nach Berücksichtigung monatsgenauer Daten

Zu den insgesamt zwölf Vorträgen zählte eine von Joshua Merfeld vorgestellte Studie, laut der im ländlichen Süden Indiens ein beachtlicher Teil der Bevölkerung, der im Jahresdurchschnitt über der Armutsgrenze lebt, in einzelnen Monaten mit Einkommen unterhalb dieser Grenze zurechtkommen muss. Berücksichtigt man diesen Sachverhalt, fällt die Armutsquote 26 Prozent höher aus als in konventionellen jährlichen Messungen. Nach Einschätzung der Forscher würde eine regelmäßige Datenerhebung in kürzeren Abständen auch eine passgenauere Auszahlung von Sozialleistungen ermöglichen.

Befragungsdaten unterschätzen Bezug von Sozialleistungen systematisch

Durch einen Abgleich verschiedener US-Haushaltspanels mit amtlichen Statistiken belegt eine von Nikolas Mittag vorgestellte Studie, dass der tatsächliche Sozialleistungsbezug auf Basis von Befragungsdaten systematisch unterschätzt wird. Um ein realistischeres Bild von Armut und Bedürftigkeit im Land zu gewinnen, müsse daher die Befragungspraxis oder aber der Zugang zu amtlichen Datensätzen für die Forschung verbessert werden, fordern die Autoren.

Regionale Anpassung von Armutsgrenzen umstritten

In seinem Keynote-Vortrag erörterte Bruce Meyer, ob bei der Berechnung von Armutsgrenzen regionale Preisunterschiede innerhalb eines Landes berücksichtigt werden sollten. Er positionierte sich gegen eine solche Anpassung, da dadurch auch Personen mit vergleichsweise auskömmlichem Lebensstandard – gemessen anhand diverser Kriterien von der Wohnsituation bis zu Bildung und Gesundheit – als arm eingestuft würden. Diese Einschätzung wurde im Anschluss kontrovers diskutiert.

COVID-19 und die Messung von Lebensstandards

Im letzten Vortrag des Workshops wies Laura Caron am Beispiel amtlicher Daten aus Georgien auf eine Inkonsistenz bei der Messung von Veränderungen des Lebensstandards während der Pandemie hin: So wurde der Rückgang des Lebensstandards einkommensstärkerer Haushalte überbewertet, weil deren relativ hohe Einsparungen an Mobilitätskosten durch die vermehrte Homeoffice-Nutzung als Reduzierung der Konsumausgaben in die Statistik eingingen.

Weitere präsentierte Arbeiten sind über das Workshop-Programm abrufbar.

Filed Under: IZA News Tagged With: cost of living, IZA workshop, labor statistics, measurement, standard of living

IZA macht umfangreichen Datensatz zur Integration von Geflüchteten verfügbar

July 15, 2022 by Mark Fallak

In einem groß angelegten Forschungsprojekt für das Bundesarbeitsministerium hat eine Gruppe von Instituten unter Federführung des IZA die arbeitsmarktpolitischen Integrationsmaßnahmen für Geflüchtete evaluiert. Der im November 2021 vorgestellte Abschlussbericht zieht eine insgesamt positive Bilanz der Maßnahmen und zeigt zugleich Verbesserungspotenziale auf.

Um weiterführende Analysen zum Thema zu ermöglichen, stellt das IZA die unter dem Studientitel „Geflüchtete in Deutschland“ erhobenen Befragungsdaten ab sofort über sein Forschungsdatenzentrum IDSC kostenlos bereit. Im Forschungsprojekt ergänzten diese Daten die Verwaltungsdaten der Bundesagentur für Arbeit, sind aber auch eigenständig auszuwerten. Die als Individualbefragung in zwei Wellen konzipierte Längsschnittbefragung lehnte sich vom Fragenprogramm her an die seit dem Jahr 2016 laufende „IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten“ an, allerdings mit Fokus auf die besondere Zielgruppe der volljährigen Teilnehmenden von arbeits­markt­politischen Integrations­maßnahmen.

So wurden in der ersten Befragungswelle rund 9.500 Personen zu ihrem persönlichen Hintergrund, verschiedenen Indikatoren sozialer Teilhabe, (erwerbs-)biografischen Verläufen sowie zu einem breiten Spektrum von Unterstützungs-, Orientierungs- und Integrationsangeboten durch verschiedene Träger befragt. Die insgesamt etwas kürzer gehaltene zweite Welle mit rund 4.500 erneut befragten Personen konzentrierte sich auf Veränderungen seit der ersten Welle und enthielt – nach pandemiebedingter Unterbrechung im Frühjahr 2020 – zusätzliche Fragen zur Kurzarbeit. Durch Angaben aus dem in beiden Befragungswellen enthaltenen Kalendarium lassen sich Lücken vor und zwischen den Befragungszeitpunkten schließen.

Der Datenzugang ist auf wissenschaftliche Forschungszwecke beschränkt. Kontakt per E-Mail an: idsc@iza.org

Weitere Informationen:

  • Datensatzbeschreibung auf der IDSC-Webseite mit Hintergrundinformationen und Zugangsmöglichkeiten
  • Schlussbericht des Forschungsprojekts „Begleitevaluation der arbeitsmarktpolitischen Integrationsmaßnahmen für Geflüchtete“
  • Zweiter Zwischenbericht des Forschungsprojekts

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MIT-Ökonom Simon Jäger übernimmt Leitung des Bonner IZA

May 11, 2022 by Mark Fallak

Der Arbeitsmarktökonom Simon Jäger wird das Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit ab September 2022 leiten. Mit dem 36-Jährigen konnte das IZA einen international anerkannten und in der Spitzenforschung hervorragend vernetzten Wissenschaftler für die Nachfolge von Hilmar Schneider gewinnen, der seine erfolgreiche Tätigkeit als IZA-Geschäftsführer Ende Mai beenden wird. Unter der Leitung Schneiders, der das Amt im März 2016 übernahm, hat das Institut seine führende Position sowohl in der akademischen Forschung als auch in der Politikberatung stetig ausgebaut.

Simon Jäger wurde 2016 an der Harvard University promoviert und lehrt derzeit am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Zu seinen auch in Deutschland vielbeachteten Forschungsarbeiten zählt eine Studie zu den Effekten der Mitbestimmung auf Löhne und die Investitionstätigkeit von Unternehmen. Bereits seit 2009 gehört Jäger dem Forschungsnetzwerk des IZA an, das rund 1.800 Ökonominnen und Ökonomen aus über 50 Ländern umfasst.

Mit der Verpflichtung des MIT-Forschers will das IZA die internationale Spitzenforschung auf dem Gebiet der Arbeitsmarktökonomie weiter ausbauen und zugleich den Wissenschaftsstandort Bonn stärken. Für seine Tätigkeit als Institutschef wird Jäger zunächst vom MIT beurlaubt. Geplant ist eine Anbindung an die Universität Bonn.

Filed Under: IZA News Tagged With: CEO, IZA, MIT

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