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Wirtschaftsnobelpreis 2021 geht an drei IZA-Fellows

October 11, 2021 by Mark Fallak

Die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm zeichnet die US-Ökonomen David Card (UC Berkeley), Joshua D. Angrist (MIT) und Guido W. Imbens (Stanford University) mit dem diesjährigen Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften aus.

Card erhält den Preis für „seine empirischen Beiträge zur Arbeitsökonomie“, Angrist und Imbens „für ihre methodischen Beiträge zur Analyse von Kausalzusammenhängen“.

Alle drei Preisträger gehören dem IZA-Forschungsnetzwerk seit vielen Jahren an. In den vergangenen zwei Jahrzehnten zählten Card und Angrist zu den aktivsten IZA-Fellows mit Dutzenden von veröffentlichten IZA-Forschungspapieren und zahlreichen Teilnahmen an IZA-Fachtagungen. Gemeinsam mit Alan Krueger erhielt David Card den IZA Prize in Labor Economics 2006.

Mehr Informationen in der Pressemitteilung auf nobelprize.org

Filed Under: IZA News Tagged With: Nobel Prize

20 Jahre IZA/SOLE Transatlantic Meeting

September 6, 2021 by Mark Fallak

Seit zwei Jahrzehnten richtet das IZA als weltgrößtes Netzwerk der Arbeitsmarktforschung gemeinsam mit der in den USA beheimateten Society of Labor Economists (SOLE) eine jährliche Fachtagung aus. Die in diesem Jahr von Gerard A. Pfann und Terry Gregory organisierte Konferenz fand pandemiebedingt online statt.

Mit dabei waren IZA-Netzwerkdirektor Daniel Hamermesh, gemeinsam mit Pfann einer der Gründungsväter der Veranstaltungsreihe, sowie der amtierende SOLE-Präsident Kevin Lang. Unter den Hauptrednern waren mit Petra E. Todd und Coen Teulings auch zwei Vortragende des ersten Treffens vor 20 Jahren.

Zum Themenspektrum zählte neben Mindestlohnpolitik und Gender Pay Gap – zwei Dauerbrennern der Arbeitsmarktökonomik – die hochaktuelle Frage nach den Lohn- und Beschäftigungswirkungen des technologischen Fortschritts.

Wachsende Lohnungleichheit durch Digitalisierung

Den Auftakt bildete eine Präsentation von Jeanne Tschopp zur wachsenden Lohnungleichheit zwischen Unternehmen in Deutschland. Laut Tschopp hat die fortschreitende Digitalisierung nicht nur zu Lohnnachteilen von Routine-Tätigkeiten gegenüber den immer stärker nachgefragten analytischen, kreativen Tätigkeiten geführt.

Zugleich nahmen auch die Produktivitätsunterschiede zwischen Unternehmen deutlich zu, was sich auf die in den jeweiligen Unternehmen gezahlten Löhne für vergleichbare Tätigkeiten auswirkt. Mit anderen Worten: Ein Routine-Job in einem hoch produktiven, wachsenden Unternehmen kann nach wie vor besser bezahlt sein als ein kreativer Job in einem weniger produktiven Unternehmen.

Bildungsanforderungen steigen bei höherem Mindestlohn

Gesetzliche Mindestlöhne zählen zu den populärsten Politikmaßnahmen gegen Lohnungleichheit. Doch die Frage nach dem optimalen Mindestlohn, mit dem sich Ungleichheit effektiv abbauen lässt, ohne massive Jobverluste gerade bei den Geringverdienenden zu riskieren, ist in der ökonomischen Forschung seit jeher umstritten. In seinem Vortrag skizzierte Coen Teulings einige der größten Herausforderungen aus vier Jahrzehnten globaler Mindestlohnforschung.

Anhand von US-Daten seit 1979 zeigte er, dass die Lohnungleichheit durch Mindestlöhne insgesamt zurückgeht, zugleich aber die Bedeutung von Bildung und Ausbildung für den Arbeitsmarkterfolg zunimmt. So sei inzwischen gut belegt, dass die meisten Beschäftigtengruppen von einem moderaten Mindestlohn eher profitieren. Wer jedoch eine massive Anhebung der Mindestlöhne fordere, nehme damit schwindende Jobaussichten für die Geringstqualifizierten in Kauf.

Persönlichkeitsmerkmale beeinflussen Gender Pay Gap

Neben den formellen Bildungsqualifikationen spielen auch die sogenannten „Big Five“-Persönlichkeitsmerkmale eine nicht zu unterschätzende Rolle für den Arbeitsmarkterfolg. Denn bestimmte Eigenschaften werden von Arbeitgebern mehr honoriert oder helfen in Gehaltsverhandlungen. Beispielsweise verdienen emotional stabile Menschen im Schnitt besser und bleiben länger beschäftigt, während besonders extrovertierte Menschen Nachteile bei Gehalt und Kündigungsrisiko haben.

Bei anderen Merkmalen hängt jedoch nach den Erkenntnissen von Petra Todd stark vom Geschlecht ab, ob sie der Karriere eher förderlich oder abträglich sind. Besonders auffällig ist die gegensätzliche Bewertung von „Gewissenhaftigkeit“: Während gewissenhafte Männer von höheren, schneller steigenden Gehältern und geringerem Entlassungsrisiko profitieren, wirkt sich diese Eigenschaft bei Frauen überraschenderweise genau umgekehrt aus. Zudem ist die bei Frauen verhältnismäßig stärker ausgeprägte „Verträglichkeit“ bei Gehaltsverhandlungen eher hinderlich.

Todds Fazit: Würden die Persönlichkeitsmerkmale von Männern und Frauen auf dem Arbeitsmarkt nach dem gleichen Maßstab bewertet, gäbe es in Deutschland keinen Gender Pay Gap.

Weitere Vorträge sind dem Konferenzprogramm zu entnehmen.

Filed Under: IZA News Tagged With: gender pay gap, inequality, labor economics, minimum wage, SOLE, Transatlatic Meeting

Was der Klimawandel für die globalen Arbeitsmärkte bedeutet

July 23, 2021 by Mark Fallak

Der Klimawandel führt dazu, dass extreme Wetterereignisse wie Hitzewellen, Überschwemmungen und Wirbelstürme immer häufiger auftreten. Neben Schäden für die Umwelt und die menschliche Gesundheit stellt die globale Erwärmung die Funktionsfähigkeit von Arbeitsmärkten vor große Herausforderungen. Der erste IZA-Workshop „Klimawandel und Arbeitsmärkte“, organisiert von Andrew Oswald, Olivier Deschenes und Nico Pestel, bot ein Forum zur Vorstellung aktueller Forschung auf diesem Gebiet.

In seiner Begrüßung unterstrich Oswald, der die IZA-Initiativen zur Klimaforschung koordiniert, die Dringlichkeit des Problems mit Verweis auf die zu dem Zeitpunkt herrschenden Extremtemperaturen in Teilen Nordamerikas. Zudem beklagte er, dass Forschung zu den wirtschaftlichen Folgen der Klimakrise in der internationalen Wirtschaftswissenschaft bislang ein Schattendasein führe, wie sich an der geringen Anzahl an einschlägigen Artikeln in den führenden ökonomischen Fachzeitschriften zeige.

Klima und Ökonomie im Wandel

Den Auftakt des Workshops machte Lord Nicholas Stern von der London School of Economics mit einem Impulsvortrag zum Thema „Changing Climate, Changing Economics“. Laut Stern lasse sich die globale Durchschnittstemperatur nur stabilisieren, wenn die Netto-Emissionen von Treibhausgasen bis Mitte des 21. Jahrhunderts auf Null zurückgefahren werde. Bereits eine globale Erwärmung um zwei Grad Celsius berge große Risiken für die Menschheit. Ab drei Grad mehr würden ganze Regionen der Erde unbewohnbar.

Vor allem bei der Energieversorgung seien jetzt massive Investitionen erforderlich, um eine solche Klimakatastrophe zu verhindern. Die Wirtschaftswissenschaft und -politik solle sich dabei nicht nur auf Fragen der CO2-Bepreisung konzentrieren, sondern auch auf den notwendigen systemischen Wandel in diversen Bereichen, in denen der Markt an seine Grenzen stoße, so Stern.

Regenfälle wirken sich auf Beschäftigung in der Landwirtschaft aus

Unmittelbare Arbeitsmarkteffekte von Wetteranomalien waren Gegenstand des Beitrags von Camilo Bohorquez-Penuela. Anhand der lokalen Niederschlagsmengen im ländlichen Kolumbien zeigt die Studie, dass Wasser und menschliche Arbeitskraft in der landwirtschaftlichen Produktion substitutiv eingesetzt werden: In Zeiten mit überdurchschnittlichem Niederschlag geht die reguläre Beschäftigung zurück, auch über den Agrarsektor hinaus, während sie in Dürreperioden zunimmt.

Dürreperioden beeinflussen Migrationsentscheidungen

Neben den direkten Beschäftigungseffekten wirkt sich der Klimawandel auch auf die Standortentscheidung von Unternehmen und Arbeitskräften aus. Die von Fernanda Martínez Flores vorgestellte Studie zeigt, dass Dürreperioden in Westafrika entgegen der verbreiteten Einschätzung nicht zu mehr, sondern eher zu weniger Migration in Richtung Europa führt. Dass dieser Effekt vor allem während der Anbausaison und in der Mitte der Einkommensverteilung zu beobachten ist, deutet darauf hin, dass dürrebedingte Einkommensausfälle für den Migrationsrückgang maßgeblich sind.

Anpassung an den Klimawandel kommt manche Branchen teuer zu stehen

Die zunehmende Volatilität von Niederschlägen ist mit hohen wirtschaftlichen Anpassungskosten verbunden, die Jeffrey G. Shrader für das US-Baugewerbe, eine ebenso wirtschaftlich bedeutende wie klimaanfällige Branche, abschätzt. Je mehr Regen vorhergesagt wird und je länger der Prognosezeitraum, desto stärker geht die Beschäftigung im Baugewerbe zurück, da sich die Unternehmen bei der Personalplanung an den Niederschlagsprognosen orientieren. Bei hohen Anpassungskosten sinkt diese Flexibilität, was wiederum größere Einbußen in Schlechtwetterperioden zur Folge hat. Viele Unternehmen wären daher bereit, für präzisere und langfristigere Wettervorhersagen zu zahlen.

Weitere vorgesteltle Studien sind über die Workshop-Homepage abrufbar.

Filed Under: IZA News, Research Tagged With: climate change

Wie sich hohe Umweltbelastung auf Bildungs- und Arbeitsmarkterfolg auswirkt

July 1, 2021 by Mark Fallak

Der IZA-Programmbereich „Umwelt, Gesundheit und Arbeitsmärkte“ widmet sich drei hochaktuellen Forschungsthemen, die durch Klimawandel und Corona-Krise noch an Bedeutung gewonnen haben. Organisiert von Olivier Deschenes und Nico Pestel, bot der jährliche Workshop des Programmbereichs zum achten Mal ein Forum für die Präsentation und Diskussion neuer Forschungsarbeiten aus der internationalen Wissenschaft.

Schwerpunkte waren in diesem Jahr die Auswirkungen verschiedener Formen von Umweltbelastung auf den Bildungserfolg sowie die Gesundheits- und Beschäftigungseffekte umweltpolitischer Maßnahmen.

Blei schadet dem Lernerfolg

Die gesundheitsschädliche Wirkung von Blei im Trinkwasser ist hinlänglich bekannt. Mit umfangreichen Daten aus dem US-Staat North Carolina konnte Ludovica Gazze in ihrer Studie mit zwei Kolleginnen jetzt erstmals nachweisen, dass die Verhaltensauffälligkeiten und Leistungsschwächen von Schulkindern mit erhöhten Bleiwerten auch auf deren Mitschülerinnen und Mitschüler abfärben. Um den Effekt messen zu können, analysierten die Ökonominnen die schulische Laufbahn von Geschwisterkindern mit unterschiedlich hohem Anteil von Klassenkameraden, bei denen im Vorschulalter eine hohe Bleibelastung im Blut festgestellt wurde.

Dicke Luft im Klassenzimmer

Ebenfalls nachteilig auf den Lernerfolg wirkt sich schlechte Luft im Klassenzimmer aus. Juan Palacios und Koautoren maßen für ihre Studie zwei Jahre lang die CO2-Konzentration, Feinstaubbelastung, Temperatur und Feuchtigkeit in den Unterrichtsräumen von über 3.000 Schülern. Durch den Abgleich mit standardisierten Leistungsprüfungen am Ende der Schuljahre konnten die Forscher nachweisen, dass sich schlechte Luftqualität negativ auf die schulischen Leistungen auswirkt. Die Auswertung der Unterrichtszeiten legt nahe, dass bei schlechter Luft längere Pausen gemacht werden, die auf Kosten des Lernerfolgs gehen. Bauliche und organisatorische Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität in Schulen seien daher gut investiertes Geld.

Umweltzonen fördern die Gesundheit

Dass Umweltzonen das Risiko von Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Erwachsenen reduzieren, hatte bereits eine frühere IZA-Studie detailliert belegt. Ein von Hannah Klauber präsentiertes Forschungspapier zeigt nun, dass die positiven Effekte schon in der frühen Kindheit einsetzen. Auf Basis umfangreicher Krankenversicherungsdaten verglich das Forscherteam den Medikamentenbedarf von Kindern, die kurz vor bzw. nach Einführung von Umweltzonen geboren wurden. Im Verlauf der ersten fünf Lebensjahre zeigt sich dabei ein signifikanter Unterschied in der Häufigkeit verschriebener Asthma-Medikamente. 

Gutes Management entscheidend für Klimaschutz

Viele Regierungen setzen im Kampf gegen den Klimawandel auf verstärkten Emissionshandel, beispielsweise mit CO2-Zertifikaten. Dadurch sollen umweltschädliche Produktionsmethoden teurer und somit unattraktiver werden. Der Erfolg einer solchen marktorientierten Klimapolitik hängt jedoch entscheidend vom Sachverstand der Akteure ab, wie die von Ulrich Wagner vorgestellte Studie zeigt. Die Forscher analysierten Befragungs- und Unternehmensdaten von Betrieben, die an Pilotprojekten für den Emissionshandel in China teilnahmen. Den Ergebnissen zufolge ging der Strom- und Kohleverbrauch nur in Firmen mit überdurchschnittlich hoher Managementqualität spürbar zurück.

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Weitere Forschungspapiere sind über die Workshop-Homepage abrufbar.

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Aktuelle Forschung zu den ökonomischen Effekten von Zuwanderungspolitik

June 9, 2021 by Mark Fallak

Im letzten Jahr verließen 281 Millionen Menschen ihr Heimatland – ein neuer Höchststand der internationalen Migration und Anlass genug zur Vorstellung aktueller Erkenntnisse aus der ökonomischen Migrationsforschung. Bereits zum 17. Mal richtete das IZA sein inzwischen international fest etabliertes Annual Migration Meeting aus. Nach der pandemiebedingten Absage im vergangenen Jahr fand die Fachtagung, organisiert von George Borjas und Marc Witte, nun erstmals online statt.

Zu den Themenschwerpunkten zählten Ursachen und Folgen von internationalen Wanderungsströmen, Fragen der Zuwandererintegration sowie die Effekte von Migrationspolitik auf Herkunfts- und Zielländer. Die Präsentationen der 17 Vortragenden deckten auch geografisch weite Teile des Globus ab – von den USA, Mexiko und Kolumbien über Italien und Israel bis hin zu den früheren Kolonien Portugals.

Gleich mehrere Forschungsarbeiten beschäftigten sich mit den Auswirkungen restriktiver Einwanderungspolitik auf die wirtschaftliche Entwicklung in den Herkunftsländern. So zeigte beispielsweise die von Davide Coluccia vorgestellte Studie zur Masseneinwanderung aus Italien in die USA zu Beginn des letzten Jahrhunderts, dass die amerikanischen Immigrationsgesetze von 1921 bis 1924 das Bevölkerungswachstum in jenen italienischen Regionen verstärkten, die zuvor eine hohe Auswanderung verzeichnet hatten. Die dortige Industrie investierte aufgrund des gewachsenen Arbeitsangebots weniger in Kapitalgüter wie Maschinen – mit langfristigen Folgen für Wachstum und Produktivität.

Einkommenssteigerung durch Einbürgerung

Yajna Govind beleuchtete die Effekte der Einbürgerung von Immigranten auf deren Arbeitsmarkterfolg. Die Studie nutzt eine Gesetzesänderung von 2006, nach der Zuwanderer länger mit einer Französin oder einem Franzosen verheiratet sein müssen (mindestens vier statt vorher zwei Jahre), um sich einbürgern lassen zu können. Dadurch konnte die Forscherin den positiven Effekt der Staatsbürgerschaft messen: Im Schnitt verdienen zugewanderte Menschen 30 Prozent mehr, wenn sie eingebürgert sind. Bei Männern ist das Einkommensplus vor allem auf eine Ausweitung der Arbeitszeit zurückzuführen, bei Frauen auf einen höheren Stundenlohn.

In seinem Impulsvortrag zum „American Dream“ verglich Ran Abramitzky die Einwanderung in die USA vor 100 Jahren mit heutigen Immigrationsmustern. Seiner Diagnose zufolge werde die frühere europäische Massenauswanderung in die USA oft zu stark romantisiert. Sein Vortragstitel „Streets of Gold“ spielt auf das Zitat eines italienischen Einwanderers an, der die Einwanderungserfahrung im frühen 20. Jahrhundert treffend beschreibt:

I came to America because I heard the streets were paved with gold. When I got here, I found out three things: First, the streets were not paved with gold. Second, they weren’t paved at all. Third, I was expected to pave them.

Damals wie heute, so der Stanford-Ökonom, passten sich Einwanderer sowohl ökonomisch als auch kulturell nur in geringem Maße an ihr Gastland an. Unabhängig vom Herkunftsland gelänge es erst der zweiten Generation, wirtschaftlich in den meisten Belangen aufzuholen.

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Arbeitsmarkttrends besser messen

May 19, 2021 by Mark Fallak

Um die Performance von Volkswirtschaften während Rezessionen und Aufschwüngen zu beurteilen, Arbeitsmarkttrends zu erkennen und politische Maßnahmen zu entwickeln, werden meist Arbeitsmarktindikatoren herangezogen, die von statistischen Ämtern erstellt werden. Solche Daten liefern jedoch oft ein unvollständiges oder verzerrtes Bild der tatsächlichen Arbeitsmarktbedingungen.

Gerade in einer so dynamischen Lage wie der aktuellen globalen Rezession durch die Corona-Pandemie wächst der Bedarf an Echtzeit-Daten zur wirtschaftlichen Entwicklung. Im Rahmen des von Katharine Abraham und Susan Houseman organisierten 4. IZA-Workshops „Arbeitsmarktstatistik“ wurden zwölf bislang unveröffentlichte Forschungsbeiträge vorgestellt, die sich kritisch mit bestehenden Messgrößen der Arbeitsmarktbedingungen auseinandersetzten, Korrekturen oder Alternativen anboten und innovative Daten nutzten, um wichtige Arbeitsmarktfragen neu zu beleuchten.

Mehr zu den Workshop-Beiträgen hier in englischer Sprache.

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IZA Young Labor Economist Award 2021 geht an Patrick Kline

May 6, 2021 by Mark Fallak

Alle zwei Jahre verleiht das IZA den „Young Labor Economist Award“ an herausragende Forscherinnen und Forscher, deren Promotion weniger als 15 Jahre zurückliegt. Mit dem diesjährigen Preis wird der Berkeley-Ökonom Patrick Kline für seine exzellenten Beiträge zur Weiterentwicklung der empirischen Arbeitsmarktforschung ausgezeichnet.

In seinen wissenschaftlichen Arbeiten beschäftigt sich Kline insbesondere mit Fragen der Lohnfindung und der Effektivität politischer Maßnahmen zum Abbau von Ungleichheit. So hat er beispielsweise untersucht, wie sich die Personalpraxis von Unternehmen auf die Lohnungleichheit auswirkt, mit welchen Maßnahmen sich soziale Mobilität effektiv fördern lässt und was die Politik tun kann, um die lokalen Arbeitsmärkte in strukturschwachen Gegenden zu stützen.

„Neben seiner innovativen empirischen Forschung zu hoch relevanten gesellschaftlichen Fragestellungen hat Patrick Kline auch mit seiner profunden methodischen Expertise den Instrumentenkasten der Evaluationsforschung bereichert“, so Daniel Hamermesh, Vorsitzender des IZA-Preiskomitees. Dem Auswahlgremium gehören neben Hamermesh fünf weitere international renommierte Ökonominnen und Ökonomen an: Oriana Bandiera (London School of Economics), Richard Blundell (University College London), George Borjas (Harvard University), Pierre Cahuc (Sciences Po, Paris) und Claudia Goldin (Harvard University).

Die Preisverleihung wird voraussichtlich Anfang Januar 2022 im Rahmen des traditionellen IZA-Empfangs während der Jahrestagung der Allied Social Science Associations (ASSA) in Boston stattfinden.

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